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Gelingt mit der Frauenquote die Umgestaltung der Arbeitswelt?

Pressemeldung
von links: Bascha Mika, Autorin des Buches „Die Feigheit der Frauen“ und ehemalige taz-Chefredakteurin, Moderatorin Ileana Grabitz und Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und dort zuständig für Sozialpolitik, Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung
von links: Bascha Mika, Autorin des Buches „Die Feigheit der Frauen“ und ehemalige taz-Chefredakteurin, Moderatorin Ileana Grabitz und Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und dort zuständig für Sozialpolitik, Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung

Eine Quote ist sinnvoll und notwendig, um Dinge umzusetzen, die von allein nicht kommen. Allerdings darf es nicht allein um die Arbeitsmarkt-Integration gehen, sondern auch um Qualität der Arbeit.

„In Deutschland sind die Strukturen für Frauen einfach mistig. So halte ich beispielsweise das Ziel der Bundesregierung, eine Kinderbetreuungsquote für Kinder unter drei Jahren von 25 Prozent im Jahr 2013 zu erreichen, schlicht für lächerlich“, so Bascha Mika, Autorin des Buches „Die Feigheit der Frauen“. Auf der heutigen PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin vertrat die ehemalige Chefredakteurin der taz die Position, dass Frauen einfach keinen politischen Machtfaktor besitzen. Darum ändere sich an den Strukturen noch viel zu wenig. 

Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall und dort zuständig für Sozialpolitik und Arbeitsgestaltung, stimmte dem nicht gänzlich zu. Erste Mentalitätswechsel seien zu sehen, man müsse diese nun organisatorisch in den Griff bekommen, indem man Arbeit und Umfeld neu strukturiere: „Dennoch stimmt es, dass wir mehr über die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt reden als dass wir sie wirklich umsetzen“. Vor allem sei das in Großkonzernen der Fall, wo aufgrund der Shareholder-Value-Orientierung Rambo-Mentalität mehr zähle als Softskills. 

Parallel müssten Frauen aber etwas an ihrem Verhalten verändern, um politischen und gesellschaftlichen Druck aufbauen zu können, so Bascha Mika. Von Seiten der IG Metall wird diese Forderung unterstützt: „Mit Stellvertreterpolitik allein geht es nicht.“ Dass die Quote ein gutes Hilfsmittel ist, darin waren sich beide Diskutanten und zahlreiche Debattengäste einig. „Eine Quote ist sinnvoll und notwendig, um Dinge wirklich umzusetzen, die von allein nicht kommen“ so Hans-Jürgen Urban. „Allerdings darf es nicht allein um die Integration in den Arbeitsmarkt gehen, sondern auch um die Qualität der Arbeit.“ 

Contact person

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund