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Konvergenz oder Divergenz? West- und ostdeutscher Arbeitsmarkt 25 Jahre nach der Einheit

Pressemeldung
von links: Moderator Daniel Goffart, Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer im Institut der deutschen Wirtschaft Köln
von links: Moderator Daniel Goffart, Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer im Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Ostdeutschland ist durch einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und demografischen Anpassungsprozess gegangen.

Über 25 Jahre nach der Deutschen Einheit hat der ostdeutsche Arbeitsmarkt im Vergleich zum Westen aufgeholt. Probleme gibt es dort vor allem im ländlichen Raum. Mit einem Verhältnis von über 50 Prozent Bevölkerungsanteil gegenüber 20 Prozent in den westdeutschen Bundesländern stellt sich die Frage, ob eine Vergleichbarkeit und Angleichung ost- und westdeutscher Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt überhaupt realistisch ist. Sind zukunftsfähige, wirtschaftspolitische Programme entwickelt worden und gab es genügend Anreize zur Ansiedlung von Unternehmen im Osten? Dies fragten wir Iris Gleicke, Parlamentarische Staatsekretärin, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, und Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW Köln).

„Wir haben Eckpunkte eines Fördersystems für die strukturschwachen Regionen in Ost und West entwickelt. Kern des Fördersystems sind wachstums- und innovationsorientierte Programme mit der GRW als Ankerprogramm. Diese sollen durch weitere Programme zur Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen ergänzt werden“, betont Iris Gleicke: „Dazu kommen diverse Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und passgenaue Förderangebote für kleine und mittlere Unternehmen.“

„Ostdeutschland ist durch einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und demografischen Anpassungsprozess gegangen. Trotz sinkender Jahrgangsstärken wurden aber die Investitionen in das Bildungssystem nahezu beibehalten. Daher lagen Länder wie Sachsen und Thüringen stets mit an der Spitze in gesamtdeutschen Bildungsvergleichen. Die MINT-Ausbildung hat dort insgesamt einen höheren Stellenwert“, so Hans-Peter Klös: „ Eine Herausforderung für eine weitere Konvergenz liegt jetzt vor allem bei der Fachkräfteversorgung. Sowohl die Altersstruktur der Beschäftigten wie auch die geringe Ausländerdichte werden bereits in absehbarer Zeit Ersatzprobleme auslösen, die ohne eine weitere gezielte Zuwanderung nicht zu lösen sind.“

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Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund