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Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen – Worauf warten wir?

Pressemeldung
von links: Moderator Frank Specht, Brigitte Pothmer, MdB, arbeitsmarktpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen, und Peter Clever, Mitglied der BDA-Hauptgeschäftsführung und Vorsitzender des Verwaltungsrates der BA
von links: Moderator Frank Specht, Brigitte Pothmer, MdB, arbeitsmarktpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen, und Peter Clever, Mitglied der BDA-Hauptgeschäftsführung und Vorsitzender des Verwaltungsrates der BA

Wir sollten die Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und Jobcentern dahingehend stärken, sinnvolle oder gar notwendige Qualifizierungsmaßnahmen oder Ausbildungsprogramme tatsächlich zu realisieren.

Seit vielen Jahren wird das Phänomen der Langzeitarbeitslosigkeit analysiert und durch verschiedene Maßnahmen versucht, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren – mit mäßigem Erfolg. Die Zahl der Menschen, die seit über einem Jahr arbeitslos sind, liegt weiterhin konstant bei einer Million. Die Chancen auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt haben sich trotz einer Reihe von Förderprogrammen kaum verbessert. Wie könnten Lösungen aussehen? Dies fragten wir Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit.

„Es gibt nicht den Langzeitarbeitslosen, wir müssen die Heterogenität dieser Gruppe anerkennen und die notwendigen Unterstützungsleistungen zur Verfügung stellen“, mahnt Brigitte Pothmer: „Das derzeitige Maßnahmen-Hopping ist Geldverbrennung, individuelles Coaching bringt mehr. Statt weiter auf das Prinzip ‚Vermittlung vor Weiterbildung‘ zu setzen, muss mehr in Qualifizierung oder Ausbildung investiert werden. So kommen die Betroffenen auf Dauer in Arbeit.“

„Wir sollten die Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und Jobcentern dahingehend stärken, sinnvolle oder gar notwendige Qualifizierungsmaßnahmen oder Ausbildungsprogramme tatsächlich zu realisieren und sie nicht blind als Verstoß gegen den grundsätzlichen Vermittlungsvorrang zu bewerten. Notfalls muss es zu einer entsprechenden Klarstellung im Recht kommen“, so Peter Clever: „Qualifizierung, wo die Motivation stimmt und ein Arbeitsplatz in Aussicht steht, ist der richtige Weg auch für Langzeitarbeitslose über fünfzig Jahre, denn sie werden noch fast zwei Jahrzehnte im Erwerbsleben stehen."

Contact person

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund