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Sozialer Arbeitsmarkt - Welche Chancen und welche Risiken birgt er?

Pressemeldung
von links: Katja Suding, MdB, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, und Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand
von links: Katja Suding, MdB, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, und Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Der zweite Arbeitsmarkt ist nichts für Menschen, bei denen die Aussicht besteht, dass sie auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Sie dort unterzubringen, muss das Ziel der Anstrengungen sein.

Die Diskussion um einen sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose hat das politische Tagesgeschäft erreicht. Während die Beschäftigung seit Jahren steigt, verharrt jedoch die Zahl der Langzeitarbeitslosen bei rund einer Million. Multiple Vermittlungshemmnisse verhindern die Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierung hat dies aufgenommen und wird vier Milliarden Euro aus Steuergeldern in einem sozialen Arbeitsmarkt stecken. 150.000 langzeitarbeitslose Bürgerinnen und Bürger sollen Beschäftigungen in Bereichen mit „gesellschaftlich relevanten Tätigkeiten“ verrichten. 

„Der soziale Arbeitsmarkt soll Menschen erreichen, die ansonsten wenig Chancen haben, überhaupt Arbeit zu finden, dann ist es ein richtiger Ansatz“, so Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand: „Das Programm sollte durch eine persönliche Betreuung (Coaching) begleitet werden und auch Übergangsmöglichkeiten in Weiterbildung oder reguläre Beschäftigung beinhalten. Die Erfahrungen der Länderprogramme sollten genutzt werden - immerhin konnten hier bereits gute Erfolge erzielt werden. So konnten 25 Prozent der länger arbeitslosen Menschen einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt finden.

„Der zweite Arbeitsmarkt ist nichts für Menschen, bei denen die Aussicht besteht, dass sie auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Sie dort unterzubringen, muss das Ziel der Anstrengungen sein", betont Katja Suding, MdB, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion. „Um Arbeitslosen den Weg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, sollten die Zuverdienstgrenzen für Hartz-IV-Bezieher erhöht werden. Sie dürfen von 450 Euro nur 170 Euro behalten, das ist demotivierend. Für Langzeitarbeitslose mit besonderen Vermittlungshemmnissen wären Tagesjobbörsen eine gute Lösung, die in der Praxis aber an zu hoher Bürokratie scheitern."

Contact person

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund