Skip to main content
Wir machen Zukunft. Für Menschen.

Versorgungslücken im Gesundheitswesen – welche Kur heilt das System?

Pressemeldung
von links: Dr. Rolf Koschorrek, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss, Moderatorin Sunna Gieseke und Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG)
von links: Dr. Rolf Koschorrek, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss, Moderatorin Sunna Gieseke und Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG)

Um dem Fachkräftemangel im Pflegebereich zu begegnen, müssen die Rahmenbedingungen bei der Vergütung und der Arbeitszeit verbessert werden.

Auf der heutigen PEAG Personaldebatte zum Frühstück erklärte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft: „Für die Krankenhäuser ist der massive Ärztemangel ein großes Problem. Zurzeit sind cirka 6000 Stellen unbesetzt. Darüber hinaus führen die Kürzungen im Gesundheitswesen bei den Krankenhäusern zu fortgesetztem Stellenabbau beim Pflegepersonal. Umgekehrt bleiben jedoch auch viele Ausbildungsplätze in den Pflegefachschulen frei, wir müssen also den Arbeitsbereich interessanter machen, indem wir das Image der Pflegekräfte erhöhen, die Arbeitsbedingungen verbessern und den Beruf inhaltlich aufwerten. Natürlich müssen auch die Löhne stimmen, aber da kann ich wieder nur auf die schlechte Finanzierung der Krankenhäuser hinweisen.“ Die grundsätzliche Finanzierung des Gesundheitssystems stelle sich daher als gewichtige Aufgabe dar, die es zu bewältigen gilt. 

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung warnte Dr. Rolf Koschorrek, Obmann derCDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss: „Schlimmstenfalls kommen im Jahr 2050 auf jeden 65-Jährigen nur noch drei Jüngere, die ausgebildet werden, Arbeitsleistungen erbringen, Steuern zahlen und auch noch für die Pflege der Älteren zur Verfügung stehen sollen. Deshalb lauten die ständigen Forderungen Professionalisierung, Akademisierung, Selbstständigkeit und mehr Eigenverantwortlichkeit. Aber das sind Schlagworte, die wir vor uns hertragen, im Gesetzgebungsverfahren sind wir noch lange nicht da, wo wir sein müssten.“ Für die Finanzierung der Pflege schlug er deshalb eine Anreicherung durch eine eigenverantwortlich geführte kapitalgedeckte Variante vor. Den finanziellen Anreiz dazu könne eine Entgeltumwandlung bieten, ein Modell, mit dem man bei der Altersvorsorge bereits gute Erfahrungen gemacht hat.

Im Anschluss an die Debatte erklärte Sven Kramer, Geschäftsführer der PEAG Unternehmensgruppe: „Es ist heute deutlich geworden, dass die Politik ein schlüssiges und langfristig bestandsfähiges Gesundheitssystem etablieren muss. Und sie sollte auch den Mut haben, klar zu formulieren, dass private Reserven gebildet werden müssen, um individuelle Versorgungslücken der Zukunft zu schließen, so wie es bereits bei der Rente geschieht. Um dem Fachkräftemangel im Pflegebereich zu begegnen, müssen die Rahmenbedingungen bei der Vergütung und der Arbeitszeit verbessert werden, denn das vorhandene Personal arbeitet heute bereits jenseits der zumutbaren Belastungsgrenze. Aber auch der Verwaltungsaufwand sollte zugunsten der Pflegezeit für den einzelnen Patienten erheblich reduziert werden, damit die wirklich wichtige Arbeit im Vordergrund der beruflichen Tätigkeit bleibt.“

Contact person

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund