Skip to main content
Wir machen Zukunft. Für Menschen.

Sackgasse Langzeitarbeitslosigkeit – Welche Wege führen zurück in den Arbeitsmarkt?

Pressemeldung
von links: Thomas Schneider, Geschäftsführer Jobcenter Berlin-Mitte, PEAG-Geschäftsführer Sven Kramer, Johannes Vogel, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, und PEAG-Geschäftsführer Gerd Galonska
von links: Thomas Schneider, Geschäftsführer Jobcenter Berlin-Mitte, PEAG-Geschäftsführer Sven Kramer, Johannes Vogel, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, und PEAG-Geschäftsführer Gerd Galonska

Eine staatliche Aufstockung bei bestehenden Arbeitsverhältnissen führt in vielen Fällen dazu, dass Unternehmen dieses Modell ausnutzen. Das sollte nicht das Ziel sein.

„Die Ursache der Langzeitarbeitslosigkeit liegt vor allem in der Bildungsbenachteiligung. Wir müssen hier viel früher mit der gezielten Förderung beginnen, damit es eben nicht dazu kommt, dass es eine hohe Zahl von Schul- und Ausbildungsabbrechern gibt. Nur das kann auf Dauer zu einer umfassenden Teilhabe aller am ersten Arbeitsmarkt führen“, so Thomas Schneider, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin-Mitte, zu Beginn der heutigen PEAG Personaldebatte zum Frühstück. 

Johannes Vogel, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sieht die Aufgabe der Politik darin, „der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern einen Instrumentenkasten an die Hand zu geben, der eine Erfolg versprechende Vermittlung ermöglicht. Dies war in der Vergangenheit nicht immer der Fall, weshalb die Koalition die Instrumente reformiert hat. Denn an den Erfolgen der Vermittlung lässt sich schnell ablesen, welche Instrumente greifen und welche weniger erfolgreich sind“. 

Thomas Schneider hält die „Förderung von Arbeitsverhältnissen für einen guten Weg, Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Der erfolgreichste Weg ist der enge Draht zu den Betrieben. Hier haben wir gute Erfahrungen gemacht. Allerdings müssen auch die Betriebe offen sein für andere Bewerber, die vielleicht am Anfang noch nicht zu hundert Prozent ihren Vorstellungen entsprechen.“ Johannes Vogel hingegen ist gegen eine dauerhafte Bezuschussung von Arbeitsverhältnissen. Er befürchtet, „dass dann die individuelle Aufstiegsperspektive vernachlässigt werden könnte. Erwerbsfähige auf diese Weise abzuschreiben, halte ich nicht für den richtigen Weg“.

Gerd Galonska, Geschäftsführer der PEAG Unternehmensgruppe, bemerkt abschließend: "Wenn wir das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit politisch ernst nehmen, müssen wir langfristig in die Köpfe investieren, die es angeht und die Betreuungsquote in den Jobcentern erhöhen. Eine intensivere und vor allem individuelle Betreuung kann, so lehrt es uns die Erfahrung, zu besseren Vermittlungsergebnissen führen. Diese Leistung kann und sollte auch stärker durch private Anbieter übernommen werden, die sich mit ihren sehr guten Vermittlungsergebnissen nicht hinter der BA und den Jobcentern verstecken müssen. Eine staatliche Aufstockung bei bestehenden Arbeitsverhältnissen führt in vielen Fällen dazu, dass Unternehmen dieses Modell ausnutzen. Das sollte nicht das Ziel sein. Die angesprochene Verbesserung bei der Betreuung halten wir für die bessere und langfristig gesehen für die nachhaltigere Perspektive.”

Contact person

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund