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Jetzt in Bildung für Künstliche Intelligenz investieren

Pressemeldung
von links: Prof. Dr. Silke Anger, Leiterin des Forschungsbereiches Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), und Sven Kramer, Sprecher der Geschäftsführung der PEAG Holding GmbH
von links: Prof. Dr. Silke Anger, Leiterin des Forschungsbereiches Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), und Sven Kramer, Sprecher der Geschäftsführung der PEAG Holding GmbH

Damit alle Mitarbeitenden Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen können, ist eine systematische Vermittlung von KI-Kompetenzen wichtig.

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie begleitet den gesamten Berufsweg, verändert Tätigkeiten, Berufsbilder und Lernprozesse. Gleichzeitig tun sich sichtbare Lücken auf: zwischen Jung und Alt, zwischen Männern und Frauen, zwischen Hoch- und Geringqualifizierten und zwischen dem, was technisch möglich und bezahlbar ist und dem, was tatsächlich in Betrieben eingesetzt wird.

Nutzen wir KI gezielt oder noch zu oft im Blindflug, ohne klare Regeln und ohne ausreichende Qualifizierung? Wie verändert KI die Arbeitswelt? Welche neuen Kompetenzen und Berufsbilder entstehen? Sind Ausbildung, berufliche Bildung und Weiterbildung dafür ausreichend gerüstet? Und wie verhindern wir, dass KI bestehende Ungleichheiten am Arbeitsmarkt verschärft? Darüber diskutierten heute bei der 152. „PEAG Personaldebatte zum Frühstück“ in Berlin Prof. Dr. Silke Anger, Leiterin des Forschungsbereiches Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), und Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). „Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt – Jobkiller oder Jobermöglicher?“, so der Titel der gemeinsamen Veranstaltung von PEAG und Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

„Künstliche Intelligenz bietet uns als Industriestandort große Chancen, produktiver zu werden und somit gute Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen“, startete Leonie Gebers in die Debatte: „KI ersetzt meist nicht ganze Berufe, sondern verändert Aufgaben, es geht um Jobumbau statt Jobabbau.“ Deshalb sieht Leonie Gebers angesichts des enormen Wandels vor allem die Herausforderung der Qualifikation, Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten. „Denn KI ist kein reines Technologiethema, wenn wir die Weichen jetzt richtig stellen, wird der Wandel positiv“, so die Staatssekretärin.

Wir müssen jetzt aufwachen und in Bildung investieren

„Menschen, die stark von Automatisierung betroffen sind, nehmen am allerwenigsten an Weiterbildung teil“, stellte Prof. Dr. Silke Anger fest. Neben finanziellen Faktoren würden dabei auch psychologische Barrieren eine Rolle spielen. Viele Beschäftigte würden zudem den Aufwand und die Belastung durch Weiterbildung überschätzen. „Tatsächlich wird in Zeiten zunehmend genutzter Künstlicher Intelligenz kaum ein Beruf in ein paar Jahren noch so sein, wie er heute ist“, stellte die Expertin fest: „Tätigkeiten verändern sich und wir müssen jetzt alle aufwachen und anfangen, in Bildung zu investieren.” Aktuell stünden zwar noch die konjunkturellen Herausforderungen im Vordergrund. „Doch sobald die Konjunktur wieder anzieht und Unternehmen vermehrt nach Fachkräften suchen, wird das Nichthandeln besonders ins Gewicht fallen“, warnte die Professorin.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass der digitale Wandel unserer Wirtschaft nur dann gelingt, wenn Beschäftigte selbst den Veränderungsprozess mitgestalten und mittragen“, erinnerte Sven Kramer, Sprecher der Geschäftsführung der PEAG Holding GmbH: „Und damit alle Mitarbeitenden Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen können, ist eine systematische Vermittlung von KI-Kompetenzen wichtig.“ Das sollte aber nicht nur die Aufgabe von Unternehmen und Weiterbildungsinstuten sein, sondern auch verbindlicher Bestandteil der Aus-, Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals.  Gleichzeitig müssten diese Fähigkeiten schrittweise auch entlang der gesamten Bildungskette auf- und ausgebaut werden. „Und neben einem technischen Grundverständnis gehören für mich dazu aber auch datenschutzrechtliche und ethische Fragen“, betonte Sven Kramer. 

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund