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Unsere Mission

WIR MACHEN ZUKUNFT. FÜR MENSCHEN

Große Koalition - Wirtschaftspolitik ade?

40. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin

Personaldebatte
von links: Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), und Carsten Linnemann, MdB, CDU, Bundesvorsitzender Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung
von links: Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), und Carsten Linnemann, MdB, CDU, Bundesvorsitzender Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

Unsere Gäste: Carsten Linnemann, MdB, CDU, Bundesvorsitzender Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, Gerhard Handke, Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Hauptgeschäftsführer

Unsere Gäste

Carsten Linnemann

Gerhard Handke

Angebote für MedienFür jede Veranstaltung bieten wir Presseinfo, O-Töne und einen sendefertigen Radiobeitrag an. Den Beitrag finden Sie hier zum kostenfreien Download.

Presseinfo

Radiobeitrag

Radiobeitrag als Text

  • Anmoderation: Das Urteil der Wirtschaft über die Politik der schwarz-roten Bundesregierung fällt verhalten aus. Teure sozialpolitische Neuerungen wie Rente mit 63 und Mindestlohn wurden beschlossen. Allerdings werde zu wenig für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands getan, warnen die Experten. Mehr dazu jetzt.

    Beitrag:

    Viele Unternehmen zahlen ihren qualifizierten Mitarbeitern heute schon mehr als 8,50 Euro, darum wird über den Mindestlohn kaum diskutiert. Allerdings kritisieren Arbeitsmarkt-Experten wie Gerd Galonska von der PEAG-Unternehmensgruppe:

    O-Ton: …dass der Gesetzgeber hier ohne Not massiv in die Tarifautonomie eingegriffen hat. Und das bedeutet, wenn man das einmal erfolgreich gemacht hat, dass der Hang natürlich da ist, dies auch ein zweites oder drittes Mal zu tun. Da hoffe ich drauf, dass das ein Einmaleffekt bleibt. – Länge 15 sec.

    Für Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, ist die Rente mit 63 eine komplette Fehlentscheidung:

    O-Ton: Wir haben 20 Jahre gebraucht, um die Bevölkerung daran zu gewöhnen, dass man auch mal länger arbeiten kann als mit 65. Die Rente mit 67 war durch, war praktisch erledigt. Und dieses Fass ist völlig ohne Not neu aufgemacht worden. Das führt dazu, dass die Bevölkerung wieder anfängt zu rechnen – und das ist das, was wir nicht haben wollten. – Länge 20 sec.

    Für die Wirtschaft ist klar: Der Arbeitsmarkt müsse flexibel bleiben, das ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg des deutschen Mittelstandes und damit für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Peag-Experte Gerd Galonska mahnt dabei, die Politik müsse den Wählern reinen Wein einschenken. Denn Kosten in den nächsten Jahren werden steigen:

    O-Ton: Das ist bei der Infrastruktur so, das kann aber auch beim Thema Rente, bei der Krankenversicherung oder Pflegeversicherung sein – das klar wird, wir werden es nicht mehr zu diesem Preis haben können. Nicht nur für uns, sondern wenn wir über die Zukunft nachdenken, dann müssen wir jetzt auch bereit sein, Geld dafür auszugeben. – Länge 20 sec.

Die Bewertungen des Koalitionsvertrages fallen sehr unterschiedlich aus. Denn nicht alles ist im von Kompromissen gekennzeichneten Koalitionsvertrag aus wirtschaftlicher Sicht vernünftig. Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung, Anton Börner, kritisierte Anfang des Jahres, dass die teuren sozialpolitischen Wohltaten der Großen Koalition die Standortbedingungen in Deutschland verschlechtern und schnell zu einem Bumerang für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft werden können. Mit dieser kritischen Haltung steht er nicht alleine da. Im europäischen Kontext hat Deutschland die Krisen bisher gut gemeistert, doch zahlreiche Wirtschaftsvertreter erkennen, aufgrund der neuen Gesetzesvorhaben eklatante Nachteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland. 

Welche Strategie steckt hinter der aktuellen Politik der Großen Koalition? Ist sie weiterhin ein Garant für wirtschaftliche Stabilität oder schiebt sie die Interessen der Wirtschaft zugunsten kurzfristiger Klientelpolitik aufs Abstellgleis?

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund