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Schwächt der gesetzliche Mindestlohn Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit?

34. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin

Personaldebatte
von links: Moderatorin Ines Arland, Prof. Dr. Michael Burda, Institutsdirektor, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität Berlin, und FDP-Bundesvorstand Otto Fricke
von links: Moderatorin Ines Arland, Prof. Dr. Michael Burda, Institutsdirektor, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität Berlin, und FDP-Bundesvorstand Otto Fricke

Unsere Gäste: Prof. Dr. Michael Burda, Institutsdirektor, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität Berlin, und FDP-Bundesvorstand Otto Fricke

Unsere Gäste

Prof. Dr. Michael Burda

Otto Fricke

Angebote für MedienFür jede Veranstaltung bieten wir Presseinfo, O-Töne und einen sendefertigen Radiobeitrag an. Den Beitrag finden Sie hier zum kostenfreien Download.

Presseinfo

Radiobeitrag

Radiobeitrag als Text

  • Anmoderation: Dass der Mindestlohn kommt, steht außer Frage: Sogar die Höhe von 8,50 Euro wurde im Koalitionsvertrag vereinbart. Aber über das WIE der Umsetzung debattieren die Experten derzeit – und über die Konsequenzen. Mehr dazu jetzt.

    Beitrag:

    Wirtschaftswissenschaftler wie Prof. Michael Burda von der Berliner Humboldt-Uni legen bei dem Thema die Stirn ein bisschen in Falten:

    O-Ton: Es ist eine Gratwanderung und schwer zu kommentieren, wir werden mal sehen, wo es hinführt. Also ich wäre ein bisschen moderater in meiner Vorstellung von Mindestlöhnen. Aber wenn die Gesellschaft das haben will, muss man wahrscheinlich sehr sehr scharf über die Höhe des Mindestlohns reden. – Länge 15 sec.

    Ein Gremium wird den Mindestlohn begleiten – schließlich soll auch jeder von seiner Arbeit leben können. Darin sind sich alle einig, unterstreicht auch Dr. Benedikt Jürgens von der PEAG-Unternehmensgruppe. Er plädiert für eine umfangreiche Debatte:

    O-Ton: Wissenschaftler allein können das natürlich auch nicht entscheiden, in die Kommission gehören Vertreter der Arbeitgeberseite rein und auch der Gewerkschaften – ist überhaupt keine Frage. Aber vielleicht ist es richtig, dass die Wissenschaftler erst einmal eine beratende Funktion haben, mehr Sachlichkeit, Objektivität reinbringen. Und möglicherweise auch das Zünglein an der Waage sind. Also falls man sich nicht einigen kann, dass dann die Wissenschaftler das letzte Wort haben. Könnte ich mir sehr gut vorstellen. – Länge 21 sec.

    Zwar gibt es um die Höhe von 8,50 Euro keine Debatte – dennoch ist allen klar: Mit der Summe ist es in Städten wie München trotz Mindestlohn schwer. Zudem wird das allgemeine Preisniveau steigen, schätzt Prof. Burda:

    O-Ton: Ich würde sagen, dass 8,50 mehr Kosten erzeugen wird als ein Mindestlohn vom Niveau 7,00 oder 6,50. – Länge 8 sec.

Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland ist beschlossene Sache. Ab spätestens 2017 sind die Arbeitgeber – mit einigen Ausnahmen – zur Zahlung von mindestens 8,50 Euro pro Stunde verpflichtet. Befürworter bejubeln diese Entscheidung als einen Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit, Skeptiker befürchten negative Effekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Beschäftigungsquote durch Arbeitsplatzabbau und -abwanderung. Richtig ausgestaltet, kann der gesetzliche Mindestlohn auch eine schlüssige Ergänzung der jetzigen Ordnung des Arbeitsmarktes sein und das übergeordnete Ziel „Arbeit für alle” unterstützen. In Großbritannien zum Beispiel, ist der Mindestlohn nach Altersgruppen differenziert. 

Fehlt es dem „deutschen Modell“ an Abstufungen und Behutsamkeit? Wäre die Einführung eines globalen Mindestlohns ein Meilenstein für mehr Gerechtigkeit? Wie viel Regulierung verträgt die Wirtschaft? Schadet ein gesetzlicher Mindestlohn am Ende der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands?

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund