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Trend zur Akademisierung - Bedrohung für die klassische Ausbildung?

38. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin

Personaldebatte
von links: Moderatorin Ute Welty, Dr. Volker Born, Abteilungsleiter Berufliche Bildung, Zentralverband des Deutschen Handwerks, und Ralf Kapschack, MdB, SPD, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales
von links: Moderatorin Ute Welty, Dr. Volker Born, Abteilungsleiter Berufliche Bildung, Zentralverband des Deutschen Handwerks, und Ralf Kapschack, MdB, SPD, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales

Unsere Gäste: Dr. Volker Born, Abteilungsleiter Berufliche Bildung, Zentralverband des Deutschen Handwerks, und Ralf Kapschack, MdB, SPD, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales

Unsere Gäste

Dr. Volker Born

Ralf Kapschack

Angebote für MedienFür jede Veranstaltung bieten wir Presseinfo, O-Töne und einen sendefertigen Radiobeitrag an. Den Beitrag finden Sie hier zum kostenfreien Download.

Presseinfo

Radiobeitrag

Radiobeitrag als Text

  • Nachdem der Bundestag die Rente mit 63 verabschiedet hat, mehren sich kritische Stimmen. Fachleute warnen davor, dass die heutige Jugend zu sehr belastet wird. Zudem hat das DIW ermittelt, dass es für potenzielle Empfänger dieser Rente kaum Anreize gibt, freiwillig bis zum regulären Rentenbeginn mit 65 Jahren zu arbeiten. Mehr dazu jetzt.

    Beitrag:

    Für eine detaillierte Einschätzung ist es noch zu früh, der jetzige Schritt ist lediglich ein Baustein im Rentensystem, sagt Gerd Galonska von der PEAG-Unternehmensgruppe:

    O-Ton: Wir werden erst im Rückblick bewerten können, welche besondere Wertigkeit er entwickelt hat. - Länge 6 sec 

    Denn – so der Arbeitsmarktexperte – sowohl Gesellschaft als auch der Einzelne müssten erst abschätzen, ob sie sich die Rente mit 63 überhaupt leisten könnten. Ohnehin sehen viele in Berlin die Ankündigung von Arbeitsministerin Andrea Nahles skeptisch, wonach zehn Millionen Menschen von dem Rentenpaket der Koalition profitieren würden. 

    O-Ton: Rente mit 63 ist für einen sehr geringen Teil der Mitarbeiter überhaupt relevant. Sondern wir reden eigentlich davon, dass wir von der Verlängerung auf 67 jetzt noch mal eine Verkürzung haben, wenn ich die entsprechenden Beitragsjahre habe. Und das kann man auch unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten sehen und sagen, ja – bis 67 arbeiten ist unser Ziel, das wird auch so bleiben. Aber die, die sehr früh eingestiegen sind in den Beruf und 45 Jahre haben, die haben dann auch aus Gerechtigkeitsgründen den Anspruch zu gehen. - Länge 30 sec. 

    Eine Frühverrentungswelle, wie sie Teile der Union befürchten, sollte demnach nicht eintreten – auch wenn Bezugszeiten des heutigen Arbeitslosengeldes I bei der Berechnung der Beitragsjahre einbezogen werden. Gerd Galonska:

    O-Ton: Das bedeutet, das in den nächsten Jahren der eine oder andere mit 66,5 gehen kann oder vielleicht auch schon mal mit 65. Aber es wird nicht die große Masse sein. Die meisten heute Tätigen, die noch 15 oder 20 Jahre arbeiten müssen, wird es gar nicht berühren. - Länge 10 sec.

Zum Wintersemester 2013/14 hat es in Deutschland mehr Studierende gegeben als je zuvor. Während viele Bildungspolitiker den Höchststand als Erfolg bewerten, sehen Ökonomen in den gestiegenen Zahlen eine Gefahr für das duale Ausbildungssystem, das damit an Bedeutung verliert. Die Zahl der Studierenden wird nach Berechnungen der Kultusministerkonferenz (KMK) bis 2020 kontinuierlich steigen und beträgt zurzeit etwa 2,5 Millionen. Aufgrund der doppelten Jahrgänge haben sich 2013 490.000 Studienanfänger an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. 

Nach Angaben der OECD ist der Studentenanteil in den letzten sechs Jahren von 36 auf 46 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu ging allein im vergangenen Jahr die Zahl der neuen Auszubildenden um 4,5 Prozent, von 330.000 auf 315.000 zurück und zahlreiche Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Insbesondere Firmen im modernen Dienstleistungssegment bilden trotz ansehnlicher Betriebsgröße teilweise gar nicht mehr aus. Seine Stärke kann das duale Ausbildungssystem nur bewahren, wenn es praktiziert wird. Es ist offensichtlich, dass Deutschland auch aufgrund des starken, dualen Ausbildungssystems gut durch die Krise gekommen ist. Wie kann das Gleichgewicht wieder hergestellt werden?

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund