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Sozialer Arbeitsmarkt - Welche Chancen und welche Risiken birgt er?

85. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin

Personaldebatte
von links: Katja Suding, MdB, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, und Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand
von links: Katja Suding, MdB, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, und Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Unsere Gäste: Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand, und Katja Suding, MdB, FDP, Stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende

Unsere Gäste

Johannes Jakob

Katja Suding

Angebote für MedienFür jede Veranstaltung bieten wir Presseinfo, O-Töne und einen sendefertigen Radiobeitrag an. Den Beitrag finden Sie hier zum kostenfreien Download.

Presseinfo

Radiobeitrag

Radiobeitrag als Text

  • Anmoderation: Die Konjunktur brummt weiter, in einigen Regionen Deutschlands herrscht quasi Vollbeschäftigung. Auch in anderen Gegenden nimmt die Arbeitslosigkeit deutlich ab. Allerdings: Es gibt noch rund eine Million von Langzeitarbeitslosen. Können sie mit einem sozialen Arbeitsmarkt wieder in Beschäftigung gebracht werden? Eine Diskussion in Berlin, die auch während der Sommerpause nicht abebben dürfte.

    Beitrag.

    Für die liberale Frontfrau Katja Suding ist ein sozialer Arbeitsmarkt keine Lösung. Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende macht deutlich:

    O-Ton: Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen, die mit Tätigkeiten im sozialen Arbeitsmarkt betraut werden sollen, dass die auch in der Lage sind mit der entsprechenden Förderung auch auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Und da haben sie nun wirklich eine reelle Chance. Auf einem sozialen Arbeitsmarkt aber nicht, das ist eine Sackgasse. Und deswegen darf man das nicht wirklich probieren. - Länge 16 sec 

    Trotz der Kritik: Die Bundesregierung will es probieren. Im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Koalition sind vier Milliarden Euro aus Steuergeldern für einem sozialen Arbeitsmarkt eingeplant. In Baden-Württemberg, Thüringen und Niedersachsen laufen entsprechende Programme zur Integration von Langzeitarbeitslosen, sagt Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik beim DGB Bundesvorstand:

    O-Ton: Die Übergangsrate ist immerhin bei 25 Prozent. Also 25 Prozent gehen in ungeförderte Beschäftigung. Ich finde, dann hat sich der Aufwand tatsächlich gelohnt. Aber – im Umkehrschluss: 75 Prozent schaffen es eben nicht. Andererseits ist es so, wenn man sich überlegt, dass die Chancen für diese Gruppe in den Arbeitsmarkt wieder zurückzukehren, sehr sehr gering sind, dann ist 25 Prozent ein guter Erfolg. - Länge 18 sec.

    Um auch die anderen 75 Prozent zu integrieren, halten Arbeitsmarktexperten wie die PEAG-Unternehmensgruppe die Zusammenarbeit aller Partner für unerlässlich. Chefs könnten dann auch nach Auslaufen einer Förderung vorherige Langzeitarbeitslose als Mitarbeiter in ihrer Firma halten. Gerd Galonska von der PEAG-Unternehmensgruppe:

    O-Ton: Es gibt Institutionen, Diakonisches Werk und ähnliche, die ja solche Programme schon haben, wenn man die aufstocken würde, sehe ich eine gute Chance, dass Arbeitgeber auch bereit sind, einen Standardlohn zu zahlen für eine Dienstleistung. - Länge 14 sec.

Die Diskussion um einen sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose hat das politische Tagesgeschäft erreicht. Während die Beschäftigung seit Jahren steigt, verharrt jedoch die Zahl der Langzeitarbeitslosen bei rund einer Million. Multiple Vermittlungshemmnisse verhindern die Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierung hat dies aufgenommen und wird vier Milliarden Euro aus Steuergeldern in einem sozialen Arbeitsmarkt stecken. 150.000 langzeitarbeitslose Bürgerinnen und Bürger sollen Beschäftigungen in Bereichen mit „gesellschaftlich relevanten Tätigkeiten“ verrichten.

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund