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Wie gerecht ist Deutschland?

Pressemeldung

Die enorme Spreizung der Einkommen wie in den USA oder manchen lateinamerikanischen Ländern hingegen gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem sollten wir nicht nacheifern.

Fehlende Gerechtigkeit ist nicht nur ein soziales Problem, sondern ein ökonomisches, weil es eine Volkswirtschaft auf Dauer schwächt und politische Gefahren in sich birgt. Daher ist das Thema auch in diesem Jahr ein Wahlkampfschlager. Das Vermögen in Deutschland ist nicht sehr gleichmäßig verteilt. Laut Armutsbericht der Regierung hält ein Prozent der Bevölkerung 26 Prozent des Gesamtvermögens. Während die obersten 60 Prozent der Beschäftigten seit Mitte der 90er Jahre ihren Bruttolohn im Schnitt steigern konnten, ging er für die unteren 40 Prozent real nach unten. Ebenso wird dargelegt, dass die Deutschen, dank der guten Konjunktur, so zufrieden wie noch nie sind. 

Was ist überhaupt gerecht? Diese und weitere Fragen diskutierten wir mit Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), und Claudia Große-Leege, Geschäftsführerin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), bei der Bei der 74. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin. Thema: „Wie gerecht ist Deutschland?"

„Gerechtigkeit hat viele Perspektiven, auch subjektive und nicht alle können von der Wirtschaft gelöst werden“, so Claudia Große-Leege: „Die Lohngerechtigkeit als Ausdruck der Geschlechtergerechtigkeit ist ja auch abhängig davon, was uns als Gesellschaft zum Beispiel die Pflege wert ist. So lange wir bereit sind, viel Geld für Autos auszugeben, werden in dieser Branche die höheren Löhne gezahlt.“

„Bedarfsgerechtigkeit kann nicht allein über den Lohn gelöst werden, hier steht das Steuer- und Transfersystem mit in der Verantwortung“, betont Professor Joachim Möller: „Dennoch ist es auch wichtig für eine Gesellschaft, dass die Lohnungleichheit nicht über ein gewisses Maß ansteigt. Dabei steht Verteilungsgerechtigkeit keineswegs im Widerspruch zu Effizienz. Die Erfahrung beispielsweise der skandinavischen Länder zeigt, dass beides miteinander vereinbar ist. Die enorme Spreizung der Einkommen wie in den USA oder manchen lateinamerikanischen Ländern hingegen gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem sollten wir nicht nacheifern."

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH

Phoenixseestraße 21

44263 Dortmund