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PEAG Symposium 2025Zukunft der Arbeit angesichts Künstlicher Intelligenz, Transformationsdruck und Überalterung

Mit "Bildungs-ID” Brüche in Übergängen von Kita zu Schule und Ausbildung verhindern

Christin Siebel, SPD-Landtagsabgeordnete in NRW und Vorsitzende der Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“ kritisierte im Panel „Weiterbildungsumbau – Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen“ des PEAG Symposiums 2025, dass das deutsche Bildungssystem wie ein „sehr großer Tanker“ wirke, der in den letzten dreißig Jahren nur an Stellschrauben, nicht in der Struktur reformiert worden sei. Ziel müsse es sein, das System so „auf den Kopf zu stellen“, dass Herkunft und Geldbeutel der Eltern nicht länger über Bildungswege und Arbeitsmarktchancen entscheiden. 

Der Ausbau von präventiver Arbeit in Kitas und Grundschulen sei maßgeblich für die Bildungsbiografie eines jeden Kindes entscheidend, betonte die SPD-Politikerin: “Zu dem Ergebnis sind wir auch in der Enquetekommission gekommen.” Nur wer an Bildung partizipiert und Spaß daran hat, kann Weiterbildung im Laufe seines Lebens auch als Mehrwert anerkennen. 

Die Politikerin plädierte für eine grundlegende Neuaufstellung, die Ganztag, frühe Förderung und bessere Übergänge so organisiert, dass Chancenungleichheiten im System systematisch abgebaut werden. “Die Wissenschaft erklärt uns Politikern, dass die größten Brüche in den Übergängen passieren, zum Beispiel von der Kita zur Schule, von der Schule zur Ausbildung”, sagte sie: “Hier gibt es aber leider in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Konzepte.” Als Idee brachte sie eine “Bildungs-ID” analog zur bekannten Steuer-ID in die Debatte ein. “Damit Informationen über Bildungsweg nicht verloren gehen”, argumentierte sie, sprach aber auch das Problem des Datenschutzes an, der zurecht “gläserne Schüler” verhindern solle. 
 

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