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PEAG Symposium 2025Zukunft der Arbeit angesichts Künstlicher Intelligenz, Transformationsdruck und Überalterung

Die Bedeutung des Arbeitsplatzes als Lernort wird zunehmen

Dr. Oliver Stettes, Leiter Themencluster Arbeitswelt und Tarifpolitik am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, betonte in der Debatte des Panels “Weiterbildungsumbau – Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen” bei unserem PEAG Symposium 2025, dass sich zwar mit Digitalisierung, KI und Dekarbonisierung Technologien und Transformationsanlässe massiv geändert hätten, die Grundanforderungen an Kompetenzen aber seit Jahrzehnten erstaunlich stabil seien. 

Benötigt würden immer eine Kombination aus beruflicher Fachkompetenz, überfachlichen oder sozialen und persönlichen Kompetenzen sowie – heute als Querschnitt – die Fähigkeit, digitale Technologien und KI souverän zu nutzen. Menschen seien eher bereit, sich weiterzubilden, wenn sie wissen, warum und wohin sich ihr Job und ihr Unternehmen verändern. Das zu erklären, sei eine Führungsaufgabe. Zugleich trage jede und jeder Verantwortung für die eigene Beschäftigungsfähigkeit.

Bildungsbeteiligung hänge zudem stark von biografischen Bildungserfahrungen ab: Wer in Schule und Ausbildung vor allem Misserfolge erlebt habe, brauche niedrigschwellige Anknüpfungspunkte und ein Lernumfeld im Betrieb, das Kompetenzen im Arbeitsalltag wachsen lässt. Unternehmen, die solche lernförderlichen Umgebungen schaffen, erlebten deutlich höhere Veränderungsbereitschaft – lebenslanges Lernen werde dort eher gelebt als nur gefordert. “Die Bedeutung des Arbeitsplatzes als Lernort wird zunehmen”, betonte Dr. Oliver Stettes: “Wo mir die KI hilft, erkenne ich nur, wenn ich damit rumprobiere.” Wichtig sei auch zu beachten, dass ältere Mitarbeitende anders lernen als junge Menschen.
 

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