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PEAG Symposium 2025Zukunft der Arbeit angesichts Künstlicher Intelligenz, Transformationsdruck und Überalterung

Wir sollten gute Entscheidungen treffen für die Sicherheit der Wirtschaft

Einen eindringlichen Appel hinterließ Stefan Körzell, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, beim Panel „Arbeitsmarkt im Wandel - wieviel NRW steckt im schwarz-roten Reformpaket?“ unseres PEAG Symposiums 2025: „Wenn wir das Land jeden Tag schlecht reden, dürfen wir auch nicht von den Bürgern erwarten, dass sie den Staat toll finden“, sagte er: „Wir dürfen nicht in das gleiche Horn blasen, uns ist die Demokratie und der Sozialstaat wichtig und schutzwürdig."

Stefan Körzell bekannte sich ausdrücklich zu einem starken Industriestandort Deutschland mit leistungsfähiger Stahl‑, Chemie‑ und Bauindustrie als Rückgrat von Wohlstand, Sozialstaat und Transformation. Er kritisierte, dass sich Europa und Deutschland zu abhängig von globalen Lieferketten gemacht hätten – etwa bei Schienenstahl oder Pharmagrundstoffen – und forderte mehr Resilienz durch stärkere heimische und europäische Wertschöpfung.

Local‑Content‑Verpflichtungen bei großen öffentlichen Investitionen seien aus seiner Sicht notwendig, damit massiv geförderte „grüne“ Produktionskapazitäten auch wirklich ausgelastet werden. Aus der Finanzkrise ziehe er als positives Beispiel, wie Kurzarbeit und massive Weiterbildung – auch für Ältere – Deutschland im internationalen Vergleich gestärkt aus der Krise geführt hätten. 

Für die aktuelle Lage forderte der Gewerkschafter verlässliche industrie- und energiepolitische Entscheidungen, die langfristige Investitionszyklen abbildeten, und kritisierte die Kurzfristlogik „rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ in Berlin und Brüssel – vor allem beim Industriestrompreis und beim europäischen Beihilferecht. “Wir sollten gute Entscheidungen treffen, um der Wirtschaft Sicherheit zu geben”, so Stefan Körzell.
 

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